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Jugendsprachkurse 2014: Woche 5 in Malta

Marsascala

Andrea ist deine Reiseleiterin vor Ort und berichtet wöchentlich von den Abenteuern aus Malta. Diese Woche geht Andrea der Frage nach, was kulturelle Unterschiede für den Sprachaufenthalt bedeuten und wie ein Gastland zu Kommunizieren pflegt…

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Kulturelle Unterschiede

Das interessante an meinem Job ist, dass keine Woche, ja nicht einmal ein Tag, wie der andere ist. Das liegt einerseits an den abwechslungsreichen Aktivitäten und andererseits daran, dass von Woche zu Woche neue Jugendliche an- und/oder abreisen und die Gruppe so ständig wieder neu zusammengewürfelt wird. Je nachdem wie selbständig und offen die Jugendlichen sind, hat man mehr oder weniger mit ihnen zu tun. Auch wie die Aktivitäten schlussendlich ausfallen, ob sie zu ein Erfolg oder eher Misserfolg werden, hängt von den Schülern ab. Beispielsweise macht das Tanzen am Strand viel mehr Spass, wenn 50 Jugendliche vor dem Animationsteam stehen, als wenn nur 20 sich im Rhythmus bewegen und die Bewegungen gleichzeitig ausführen. Das gleiche gilt beim Beachvolleyball oder anderen Sportarten. Je mehr Jugendliche mitspielen, desto grösser ist der Spassfaktor!

Interessant zu sehen ist auch wie Jugendliche, je nach dem welcher Nationalität sie angehören, sich verhalten. Die Spanier und Italiener sind eher laut und extrovertiert. Im Gegensatz dazu sind die Schweizer eher ruhig und zurückhaltend. Die Franzosen bewegen sich irgendwo dazwischen. Am besten erkennt man diese kulturellen Unterschiede, wenn man die Jugendlichen bei den Aktivitäten beobachtet. Ich nahm es beispielsweise beim Bowling wahr. In der Gruppe der Südeuropäer ging es deutlich lauter zu und her als bei meinen Landsleuten.

2014_Woche5_Marsascala3Im Umgang mit den Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sind die kulturellen Unterschiede zu berücksichtigen. Je nachdem, welcher Nationalität jemand angehört, versteht er/sie eine Aussage anders, als sie eigentlich gemeint wäre. Ich hatte selber Mühe mit der Art der Malteser zu Beginn meines 6-wöchigen Aufenthaltes hier in Malta. Vor allem musste ich mich daran gewöhnen, dass die Leute hier weniger ernst sind als die Schweizer und über vieles Witze reissen und Kommentare abgeben. Zum Glück hat mir ein Einheimischer erklärt, dass dies ihre Art ist und oft wird mit Witzen versucht „das Eis zu brechen“ und eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Weiss man darüber nicht Bescheid, kann schon bald ein Gefühl aufkommen, dass man nicht ernst genommen oder schlimmer, dass man nicht akzeptiert wird, wie man ist.

Ich denke solche Erfahrungen sind sehr hilfreich, um ein Verständnis für andere Kulturen und ihre Gewohnheiten entwickeln zu können und zeigen auf, dass die Kommunikation das „A und O“ ist, um Missverständnisse und Ungereimtheiten vermeiden zu können. In einem Sprachaufenthalt vertieft man nicht nur die Kenntnisse in der jeweiligen Fremdsprache, sondern lernt eben auch mehr über die Kultur des jeweiligen Gastlandes. Es sind wertvolle Erfahrungen, die man in einem Sprachaufenthalt oder generell während einem längeren Aufenthalt im Ausland sammelt und jede Erfahrung ist eine Bereicherung!

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Veröffentlicht am 07.08.14 11:00

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