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Jugendsprachkurse Frankreich: Rückblick auf Woche 3&4

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Die begleiteten Jugendsprachkurse in Frankreich, genauer Antibes und Cannes sind in vollem Gange. Was die Jugendlichen neben der Schule alles so erlebt haben, halten die Reiseleiter in unserem Blog fest.

Cannes 

Als wir am Strand ankommen, ist der schon so voll, dass es einem schwerfällt, nicht aus Versehen auf jemandes Badetuch zu stehen. Die Sonne ist schon hinter dem Hügel mit der Altstadt verschwunden, und es wird von Minute zu Minute dunkler. Es ist der 14. Juli, der französische Nationalfeiertag, und drei Schülerinnen und ich haben beschlossen, uns vom Strand aus das Feuerwerk anzuschauen, welches im Rahmen des Festival d’Art Pyrotechnique stattfindet. Verschiedene Feuerwerks-Künstler aus verschiedenen Ländern kämpfen dabei um den ersten Platz, was bedeutet, dass Cannes während mehr als einem Monat jeden Samstag ein beeindruckendes Feuerwerk vorgesetzt bekommt. Diesen Samstag ist Polen dran. Wir finden endlich doch noch ein Plätzchen und hüpfen noch kurz ins Meer bevor das Feuerwerk beginnt. Erfrischt setzen wir uns wieder auf unser Badetuch und sehen uns das atemberaubende Feuerwerk an. Die Polen haben sich wirklich nicht zurückgehalten und ihr ganzes Arsenal verfeuert. Wir sind noch ganz verzaubert als wir uns durch die Menschenmassen schlängeln, die vom Strand zurückströmen, und uns auf den Heimweg machen.

Auf den Nationalfeiertag folgt ein noch wichtigerer Tag für die Franzosen: der WM-Final zwischen Frankreich und Kroatien. Schon den ganzen Tag fiebern die Franzosen dem Fussballspiel entgegen, schon drei Stunden vor dem Match tanzen johlende Gruppen blau-weiss-rot-gekleideter Menschen durch die Strassen, Autos hupen und Motorräder lassen den Motor aufheulen. Dann, um 17 Uhr ist es endlich so weit: Anpfiff! Auf dem Campus jubeln alle, Franzosen und Nicht-Franzosen, als Frankreich zum 1:0 trifft. Mit Können und etwas Glück gewinnen „Les Bleus“ nach zwanzig Jahren endlich wieder den Pokal! Ganz Cannes feiert den Sieg, und wenn das Gehupe und der Jubel schon nach dem Halbfinal laut war, dauert es heute fast die ganze Nacht.

Eine neue Woche beginnt, und neue Ausflüge stehen an. Das Highlight ist dieses Mal definitiv der Ausflug auf die Île St. Marguerite, eine Insel in der Bucht von Cannes. Die grösste Insel der Inselgruppe Îles de Lérins ist mit einem Pinienwald bedeckt und vom blauen, klaren Wasser des Mittelmeers umgeben. Entlang der Küste der Insel stösst man auf viele versteckte, felsige Buchten, wo man ungestört baden kann. Das Wasser ist so klar, dass man die Felsen und das Seegras unter einem klar erkennen kann. Doch auch ein Spaziergang durch das Innere lohnt sich, denn der Pinienwald spendet angenehm kühlen Schatten.

Am Wochenende folgt wie immer ein grösserer Ausflug. Dieses Mal geht es nach Monaco. Der Mikrostaat an der Côte d’Azur ist berühmt für seine Jachten und Casinos, die wir uns staunend ansehen. Doch auch die Altstadt mit dem Palast des Fürsten kann sich sehen lassen, und von den Gärten hinter dem Palast aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die steilen Klippen aufs Mittelmeer. Leider bekommen das vier von fünf der Schülerinnen, die mit Linguista angereist sind, nicht mit. Sie reisten heute Morgen in aller Frühe ab, wieder zurück in die Schweiz. Nachdem der Transport an den Flughafen fast eine Stunde Verspätung hatte, haben sie ihren Flug doch noch ohne weitere Probleme erwischt. Ich werde sie vermissen.

Schon am Sonntag jedoch ist meine Trauer zu Ende, denn es kommen drei neue Schülerinnen an (nein, immer noch kein Junge). Am Montagmorgen müssen sie sich leider noch durch den Einstufungstest quälen, doch schon am Nachmittag wartet die erste Aktivität: Eine Führung durch Cannes, die ihnen alles wichtige der Stadt zeigt. Auch sie kommen in den Genuss eines Segelausfluges und einer Entdeckungsfahrt nach Antibes, dem pittoresken Städtchen fast neben Cannes, ausgestattet mit dem grössten Hafen Europas! Dazwischen bleibt genug Zeit, um den Strand in Cannes zu geniessen, am Abend mit Freunden Spiele zu spielen, und vielleicht auch noch das eine oder andere zu lernen. Ich wünsche allen weiterhin einen super Aufenthalt, und wir sind gespannt, was uns die Côte d’Azur noch zu bieten hat!

Liebe Grüsse,

Julia

Antibes

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Leben wie Gott in Frankreich:

Die Sprache: Französisch, die Sprache der Liebe und von Louis 14. Einst war sie Weltsprache und hatte den Status, wie es Englisch heute hat. Vielleicht sind die Franzosen gerade deshalb so stolz auf ihre Sprache, die sie mit Vorliebe besonders schnell sprechen, damit sie niemand verstehen kann. So scheint es zumindest. Aber dem ist nicht ganz so. Die Franzosen freuen sich immer wieder sehr, wenn jemand Französisch lernen will, allerdings ist Geduld nicht so ihr Ding. So kommt es immer häufiger vor, das man allen Mut zusammen nimmt, sein bestes Französisch auspackt und dann nicht ganz ernst genommen wird, oder es kommt einem so vor. Denn kaum hören sie, dass man Mühe hat, wechseln sie zu der heutigen Weltsprache Englisch. Das ist ja grundsätzlich ziemlich nett... ABER, ihr Englischniveau ist noch viel schlechter als das eigene Französischniveau. Schlussendlich unterstützt dies die Konversation nicht wirklich, paradoxerweise, und man sich ja noch immer mit Händen und Füssen verständigen kann. 

Das Essen: Auf dem Campus Horticole des Centre International d’Antibes gibt es eine wunderbare Kantine. Das Personal gibt sich Mühe Abwechslung in das Essen zu bringen. So gibt es Burger und Pommes, Teigwaren mit Hackfleischbällchen, Lasagne, Gemüseauflauf etc. Zudem servieren sie täglich ca. 3 verschiedene Salate, welche auch täglich ändern: Einmal hausmannskostmässig wie Wurst-Käse-Salat, ein ander Mal ein einfacher grüner Salat oder manchmal sogar mit Meeresfrüchten. Bei jedem Essen stehen ausserdem Aufschnitt, Frischkäse und Brot zur Verfügung, sollte man einmal gar nichts gern haben, was ja auch in Ordnung ist. Auch gibt es immer wieder verschiedene Desserts: Tamtam, Bananen mit Nutella, Yoghurt, etc. Was aber auf gar keinen Fall fehlt bei einem Essen sind die Wassermelonen und Honigmelonen; Diese sind besonders erfrischend nach einem langen Tag am Strand und wecken die Lebensgeister.

Die Unterkunft: Auf dem Campus Horticole bietet sich die Möglichkeit auf dem Campus oder in Gastfamilien zu schlafen. Was besser ist, bleibt schlussendlich jedem selbst überlassen. Die Vorteile eines Zimmers auf dem Campus sind. 1. Jeden Abend ein verschiedenes Programm. 2. Naher Kontakt zu einem sehr internationalen Umfeld. So können die Zimmergenossen aus China, Brasilien oder Australien kommen. 3. Der Weg zu Schule ist nicht weit. Der Unterricht findet fast schon vor der Haustüre statt. Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass wir uns in Frankreich befinden und nicht in der Schweiz. Die Zimmer sind sehr einfach eingerichtet, ebenso Dusche und WC’s. Reparaturen werden teils notdürftig ausgeführt, aber dafür häufig sehr kreativ. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich für ein Zimmer auf dem Campus entscheidet.

Ein Zimmer in einer Gastfamilie hat wiederum auch seine Vorteile: 1. Man lernt eine neue Kultur kennen. 2. Man lernt die Alltagssprache der Franzosen. 3. Wenn man Glück hat, gibt es sogar einen Pool bei der Gastfamilie. 4. Man hat steht’s eine persönliche Ansprechperson. Die Gastfamilie ist sicherlich auch ein Vorteil für diejenigen, die gerne mal eine ruhige Minute für sich haben abends. Da man hier allerdings in das private Heim einer anderen Familie aufgenommen wird, ist die Kommunikation extrem wichtig. Viel zu reden und zu fragen im Austausch mit der Gastfamilie kann helfen, Missverständnissen vorzubeugen.

Vor dem Antritt deiner Reise überlege dir gut, auf was dir wichtig ist und auf was du Wert legst. So dein Aufenthalt auch zum Erfolg.

Liebe Grüsse,

Anita

Veröffentlicht am 30.07.18 13:28
Reisefreak

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Reisen ist mein Leben und mein Leben ist eine Reise.

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