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Jugendsprachkurse Malta: Rückblick auf Woche 3&4

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Die begleiteten Jugendsprachkurse in Frankreich, genauer Antibes und Cannes sind in vollem Gange. Was die Jugendlichen neben der Schule alles so erlebt haben, halten die Reiseleiter in unserem Blog fest.

Marsascala

Malta – Land der Feste

Dieser Sommer sei «crazy», sagen sie. Heiss. Heiss, und doch voller Leben. Denn im Sommer erwachen die Dörfchen Maltas zu neuem Leben, erscheinen in neuem Glanz und huldigen auf ganz traditionell festliche Weise ihren tief verwurzelten Glauben an die katholische Kirche. Die Rede ist von den kleinen «feasts», die momentan in ganz Malta stattfinden. Jeden Tag wird irgendwo anders gefeiert, Prozessionen veranstaltet, marschierende Bands geben ihre maltesischen Songs zum Besten, überall werden Statuen aufgestellt und Fahnen gehisst. Farbenfrohe Girlanden hängen von den Laternen, und bunte Lämpchen schmücken die Kirche und lassen sie in warmem Licht erstrahlen. Feuerwerk erhellt den Himmel und lässt manch einen Nachts keinen Schlaf finden, weil die Knallkörper so laut sind, dass man sie auf der kleinen Insel noch kilometerweit zu hören bekommt. Und natürlich locken diese Feste massenhaft Menschen an. Am Sonntag besuchten die Studentinnen und Studenten der Easy School das Dorffest in Zurrieq. Der Bus musste uns ausserhalb des Dorfes ausladen, weil es kein Durchkommen mehr gab. Also folgten wir der Hauptstrasse in Richtung Dorf. Glücklicherweise hatte die Hitze des Tages dem lauen Sommerabend Platz gemacht. Bald kamen uns die ersten Essensstände entgegen. Wagen, Zelte, Stände und Restaurants säumten den Gehweg zum Dorfzentrum. Menschen, Familien lachten, assen, diskutierten und tranken miteinander. Die euphorische Stimmung war spürbar und ansteckend, und bald waren alle im Bann des Festes. Viele Einwohner hatten ihre Plastikstühle mitgebracht und sich an den Strassenrand gesetzt, um von dort das Feuerwerk bestaunen zu können. Man mampfte die traditionellen Pastizzi, frittiertes Gebäck mit Ricotta, Erbsen, Spinat oder Pilzen. Auch Pizza gehörte mit auf die Leibspeisekarte der Malteser. Wer nicht gerade Pastizzi verspeiste, tat sich an den typisch maltesischen Süssigkeiten genüsslich und kaufte sich eine Packung der selbstgemachten Guetzli oder dem oft gesehenen Nougat in verschiedenen Farben, Füllungen und Grössen. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, und in Malta geht bestimmt niemals jemand hungrig nach Hause. Doch das gemeinsame Essen war nur der Anfang, die Einleitung, Einstimmung für das, was noch folgen sollte. Wir versammelten uns auf dem Dorfsplatz, wo bereits eine Prozession bereit stand. Man hatte eine Bühne aufgebaut, und ein Orchester spielte passende Musik. Die christlich gekleideten Pfarrer und Priester standen in ihren festlichen Gewändern bereit, die meisten von ihnen Fahnen oder sonstige Reliquien tragend. Als um neun Uhr der Glockenklang erstarb, begann die Prozession. Langsam. Sehr langsam. Einen Schritt nehmend, alle fünf Minuten. So arbeiteten sie sich vor, Meter um Meter. In einer Viertelstunde hatten sie gerade einmal eine Strecke von ungefähr fünf Metern zurückgelegt. So ist das eben mit den Prozessionen. Also nutzten wir die Zeit, die uns noch blieb, um das Innere der Kirche zu erkunden, bevor die Prozession vor der Kirche zum Höhepunkt kam. Buntes Konfetti regnete von den Terrassen der angrenzenden Häusern herab, als ungefähr zehn Männer die schwere Statue der heiligen Madonna die Stufen hochschleppten. Ihre Gesichter glänzten vor Schweiss im Abendlicht der Laternen. Doch sie hielten durch. Insgesamt über eineinhalb Stunden trugen sie die Statue aufrecht. Dann folgte das Feuerwerk. Geschosse explodierten und erhellten den Himmel mit leuchtenden, schimmernden Flecken. Blaue, rote, violette, gelbe Muster entsprangen und verschwanden wieder. Mit einem ohrenbetäubenden Knall entluden sie sich im Himmel über uns und versetzten alle in ehrfürchtiges Staunen. Um zehn Uhr war der ganze Spuck zu Ende, und für uns die Zeit gekommen, zurück zu unseren Unterkünften zu fahren. Was für ein Erlebnis!

Liebe Grüsse,

Laura

St. Paul's Bay

Seit nun vier Wochen bin ich hier in Malta und durfte schon einiges sehen und erleben. So war ich auch vergangenen Dienstag live bei der „Limbo-Challenge“ dabei. Da die Limbostange vergessen gegangen ist, mussten sich zwei Schüler opfern und Limbostange spielen. Wie das beim Limbo so ist, wird mit einer Höhe begonnen, welche die Mehrheit meistern kann. Mit jedem Durchgang wurde der Schwierigkeitsgrad erhöht, bis am Schluss nur noch ein paar auserlesene Schüler im Wettbewerb waren. Plötzlich ist dann jemand auf die Idee gekommen, Limbo umzukehren und begann, über die „Stange“ zu springen. So entwickelte sich eine neue Variante von Limbo. Das Ziel war es von nun an nicht mehr, unter der Stange durchzukommen, sondern möglichst kreativ über die Stange zu springen. Alle hatten total viel Spass und es war schön zu sehen, wie alle gemeinsam lachten, unabhängig von der Nationalität. An kaum einem anderen Ort sind so viele unterschiedliche Kulturen auf einem Haufen wie in einer Sprachschule. Über zehn Nationalitäten finden sind schon nur alleine an unserer Schule. Dieses Jahr sind die Franzosen und die Polen sehr stark vertreten. Doch auch Italiener, Spanier, Russen, Tschechen, Kolumbianer, Deutsche, Belgier, Finnen und natürlich auch Schweizer sind zu finden. Genau dieser kulturelle Mix ist es, was einen Sprachaufenthalt so interessant macht. Die meisten Leute, die von einem Sprachaufenthalt zurückkehren, schwärmen noch lange von den gesammelten Erfahrungen und von super coolen Erlebnissen mit neu gewonnenen Freunden (zum Teil sogar Freunde fürs Leben). Obwohl sich die Meisten für einen Sprachaufenthalt anmelden, weil sie ihre Sprachkenntnisse verbessen möchten, ist dies noch lange nicht der einzige Grund, weshalb Sprachaufenthalte eine sehr interessante Erfahrung sein können. Wie bereits erwähnt, ist der Mix an Nationalitäten sehr gross und so lernt man sehr schnell Leute von überall aus der Welt kennen. Wegen dieses Mix lernen die Schüler dann oft nicht nur die gewünschte Sprache, im Fall von Malta wäre dies Englisch, sondern auch einige Sätze und Wörter in anderen Sprachen. Beinahe täglich konnte ich bis jetzt beobachten, wie sind die Schüler gegenseitig Wörter und Sätze aus ihrer Sprache beibrachten. Durch diesen kulturellen Austausch werden die Schüler viel offener gegenüber anderen Kulturen und Menschen und dies hat definitiv für alle nur positive Seiten. Des Weiteren lernen die Schüler Selbstständigkeit. Auch wenn sie nie alleine sind, sind sie doch viel mehr auf sich alleine gestellt als sie es zuhause sind. Dadurch erreichen die Schüler eine Reife, die sie sonst nicht hätten. Doch auch wenn man in einem Sprachaufenthalt viele tolle Erfahrungen macht, sind die Meisten doch froh, wenn sie wieder nach Hause können. Jeden Tag neue Erfahrungen zu machen und sich in einer fremden Sprache durch den Alltag zu schlagen, ist eine rechte Herausforderung, die einen erschöpft. Vor allem das leckere Schweizer Essen und die Familie vermissen die Meisten. Am Ende des Aufenthaltes sind alle traurig und glücklich zugleich. Eine so tolle Zeit wird man nicht so schnell vergessen und auch wenn man gerne noch etwas länger geblieben wäre, sehnt man sich ein Stück doch nach der Vertrautheit der Familie und auch ein geregelter Tagesablauf, bei dem man nicht täglich mit Überraschungen rechnen muss, ist für viele wieder schön. Wer weiss, vielleicht entscheiden sich die einen ja nächstes Jahr wieder für einen solchen Aufenthalt.

Liebe Grüsse,

Nina

Veröffentlicht am 30.07.18 13:31
Reisefreak

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Reisen ist mein Leben und mein Leben ist eine Reise.

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