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Volle Konzentration: 6 Tipps gegen Ablenkungen beim Lernen

Effizient-Lernen

Hand aufs Herz: Wie oft hast du dir beim Lernen schon gesagt „Okay, jetzt aber“ – und warst eine Minute später mit den Gedanken doch wieder ganz woanders? Mit diesem Problem bist du nicht allein und hier genau richtig: In diesem Beitrag findest du 6 Tipps, wie sich Ablenkungen beim Lernen vermeiden lassen. Dann heisst es konzentrieren statt prokrastinieren!

1. Weg mit Ablenkungen: den Schreibtisch aufräumen

Befreie deinen Arbeitsplatz von Ablenkungen, damit er möglichst „uninteressant“ wird. Das gilt übrigens ebenso für deine Lern-Ausrüstung: Überlege dir, ob du wirklich fünf Textmarker, hundert verschiedene Post-Its und zehn Lieblingskugelschreiber brauchst. Wenn du dich bei jeder Markierung fragst, welche Farbe denn gerade am schönsten wäre, wird das schnell zum Ablenkungsmanöver.

2. Weg mit dem Smartphone!

Das Smartphone ist gewissermaßen das Teufelchen auf der Schulter: nur mal kurz WhatsApp checken… Oh, eine E-Mail… Na gut, jetzt noch schnell bei Instagram vorbeischauen. Und schon bist du mittendrin im Online-Dschungel.

Wenn du weißt, dass du dich allzu schnell von deinem Smartphone ablenken lässt, hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Leg das Handy in ein anderes Zimmer.

  • Stelle alle Popups und Vibrationen aus.

  • Aktiviere den Flugmodus.

  • Deaktiviere das WLAN/mobile Daten.

Jede Sekunde, die du zwischendurch aufs Display schaust, bringt dich aus dem Takt. Sofern du nicht häufig wichtige Anrufe bekommst, ist Variante 1 also die beste: aus den Augen, aus dem Sinn.

3. Störgeräuschen vorbeugen

Bist du einer der glücklichen Menschen, denen Umgebungsgeräusche nicht einmal auffallen? Falls nein, brauchst du wohl oder übel eine bessere Geräuschkulisse. Das klappt zum Beispiel, indem du…

  • die Zimmertür schließt

  • Ohrstöpsel verwendest

  • Kopfhörer aufsetzt und Musik hörst (die potenziell sogar zu besserer Konzentration verhelfen kann!) – aber möglichst ohne Lyrics oder nur Lieder, die du schon in- und auswendig kennst

  • den Schall im Raum verringerst

Der letzte Punkt greift natürlich nur, sofern du in den eigenen vier Wänden lernst. Ein dicker Teppich, Pflanzen, Vorhänge oder ein paar dekorative Akustikbilder – du wirst erstaunt sein, wie das den Hall dämmt.

4. Zielsetzung und Timing festlegen

Was klingt machbarer: „Ich muss jetzt alles irgendwie durchbringen“ oder „Heute nehme ich mir 4 Stunden für Kapitel 2-4“? Wohl eher Zweiteres. Fakt ist, dass folgende Einstellungen Gift für die Konzentration sind:

  • „Das schaffe ich niemals!“

  • „Ist ja noch ewig Zeit… Das mache ich morgen fertig.“

Beides kann dazu führen, dass du dich umso schneller ablenken lässt. Mit einem konkreten Zeitplan und realistischen (!) Zielen umgehst du dieses Risiko.

Realistisch bleiben ist generell eine wichtige Devise, sowohl für das Timing als auch für Lernziele:

  • Zeitplan: Leg dir im Vorfeld eine konkrete Startzeit fest – und fang tatsächlich um diese Uhrzeit an. Es bringt nichts, wenn du dir zwar 8 Uhr morgens als Start vornimmst, dich aber dann um 8 „nur kurz“ noch mit anderen Dingen beschäftigst. Beginne erst, sobald du Social Media gecheckt, die Katze gefüttert, gefrühstückt hast etc.

  • Zielsetzung: Niemand kann sich unbegrenzt konzentrieren. Sei dir also bewusst, dass ein zu ehrgeiziges Ziel vielleicht zum Misserfolg führt und teile deine Lernportionen entsprechend ein.

5. Richtig mit Gedankensprüngen umgehen

Selbst im stillsten, saubersten Arbeitsumfeld gibt es eine Sache, die du eben nicht abstellen kannst: deine Gedanken. Wenn die von einem Thema zum nächsten springen oder willkürlich abdriften, spricht man von Mind Wandering.

Was tun gegen diese Form der Ablenkung? Nun ja: am besten akzeptieren, dass du nicht aktiv etwas dagegen tun kannst. Wenn die Gedanken abschweifen, reagiert das Gehirn dadurch auf einen Impuls jeglicher Art – das ist an sich nichts Schlechtes.

Beim Lernen sind wandernde Gedanken aber natürlich nicht sonderlich praktisch. So kannst du reagieren:

  • Ignoriere den Zustand nicht einfach. Mach die Augen zu, atme tief ein und aus und sag dir dann: „Okay, zurück an die Arbeit."

  • Überlass die ablenkenden Gedanken einem Notizzettel. Leg dir etwas zurecht, wo du alles Mögliche aufschreibst, was dir ungebeten durch den Kopf geht.

Diese Notizen können wirklich alles sein. Fragen zum Lernstoff, To-Do-Aufgaben für den Feierabend, Ideen fürs Wochenende, Sorgen oder negative Gedanken – sobald es auf dem Papier steht, lässt es sich leichter aus dem Kopf streichen. Später ist noch genug Zeit, sich darum zu kümmern.

6. Den eigenen Lerntyp kennen

Je mehr man sich zu etwas zwingen muss, desto schwieriger fällt das Durchhalten. Daher ist es wichtig, dass du deinen Lerntyp kennst. „Lernen“ verbinden die meisten mit einer Schreibtisch-Session – aber wer sagt, dass du es so machen musst?

Spätestens seit Frederic Vester, Neil Fleming und Co. wissen wir, dass es viele verschiedene Lerntypen gibt, darunter:

  • visuell

  • auditiv

  • lesend-schreibend

  • kinästhetisch

Vielleicht lässt du dich also nur deshalb schnell ablenken, weil du deinen „Stil“ noch nicht gefunden hast. Experimentieren ist angesagt, z. B. so: Erkläre dir selbst den Stoff und nimm dich dabei mit dem Smartphone auf (ja, trotz Regel #2). Hör dir danach selbst zu, während du etwas anderes tust (Beine vertreten, Blumen gießen, Dehnübungen, …).

Falls dir dieser Vorschlag nicht zusagt: kein Problem. Der Punkt ist, dass nicht jeder Mensch auf die gleiche Weise lernt.

Das betrifft die Art zu lernen ebenso wie das präferierte Umfeld. Manche schwören auf die Hintergrundgeräusche im Lieblingscafé, andere stören sich schon daran, wenn jemand laut atmet. Du musst schlicht und einfach herausfinden, was deine Idealbedingungen sind – dann ist es mit der Ablenkung automatisch ganz schnell vorbei. Viel Erfolg!

 

Christoph

Christoph

Ich bin in der Raumakustik tätig und kümmere mich um ein optimales Arbeits- und Lernumfeld, damit das Lernen einfacher fällt und Freude bereitet.

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